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Wie viele lsbattiq Personen leben in Baden-Württemberg? Und können wir sie überhaupt zählen?

Corinna Wintzer und Dr. Dr. Claudia Haupt (Themengruppe Evidenz Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg, GRADE-HSU Working Group)


Eine häufige Frage beim Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ist die nach dem Anteil von lsbattiq Personen an der Bevölkerung. Mit anderen Worten: Wie viele lesbische, schwule, bi(+), asexuelle, trans, intergeschlechtliche und queere Personen gibt es eigentlich?
Eine derartige Schätzung ist sowohl für die Community als auch zum Beispiel für die Politik hilfreich. Warum? Zahlreiche wissenschaftliche Übersichtsarbeiten weisen darauf hin, dass die gesundheitliche Situation der lsbattiq Bevölkerung schlechter ist als die der Allgemeinbevölkerung. So treten z. B. Stresserkrankungen und Suchtprobleme häufiger auf. Auch die Suizidrate ist höher. Aufgrund der Vielzahl und Schwere der sozialen und gesundheitlichen Probleme haben lsbattiq Personen einen erhöhten Beratungsbedarf.
Gute Beratung braucht qualifiziertes Personal und geeignete Räumlichkeiten. Daher müssen Politik und Verwaltung entsprechende Mittel einplanen. Derzeit können gemeinnützige Organisationen bei Kommunen, Ländern oder dem Bund Mittel für solche Beratungsleistungen beantragen. Solche Anträge müssen zwangsläufig den Bedarf abschätzen und kommen daher nicht ohne die Frage nach der Zahl der Betroffenen aus.

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  • Zuletzt geändert: 2025/02/09 13:33
  • von c.haupt