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EINFÜHRUNG 5. TEIL
Chatbots als Grundlagenforscher?
Auf der Suche nach den Grundlagen
Im 20. Jahrhundert wurden aus einzelnen, überschaubaren Wissenschaftszweigen Riesenungetüme. Beispiele : Die Atomphysik ging davon aus, dass sich die Materie aus Atomen und Molekülen zusammensetzt, Atome wiederum bestanden aus Protonen, Elektronen und Neutronen. Ab ca. 1930 erkannte man, dass diese Vorstellungen von Materie reichlich schlicht waren. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts hatte man einen riesigen Zoo von ausfindig gemacht. Und versuchte seitens der Physik Ordnung im Chaos und Gewimmel der Elementarteilchen zu stiften. Man entwickelte eine theoretische Basis, also eine Art Grundlagen Verständnis, mit dem man alle Phänomene unter einen Hut bringen wollte. Diese Grundlagentheorie nennt man das Standardmodell.
Was im ganz Kleinen auf Elementarteilchen-ebene gilt (Standardmodell), kommt auch im ganz Grossen - - Universum, Kosmos, Himmelskörper, Galaxien, Nebel, Schwarze Löcher usw.) - - zur Anwendung. Auch wurde ein Standardmodell kreiert, das kosmologische Standardmodell. Zwischen dem Elementarteilchen–Standardmodell und kosmologischen Modell werden zunnehmend gemeinsame Bezüge und Verweisungen erkennbar, bedingt durch die Quantenphysik als gemeinsame Klammer.
Die Entwicklung ging weiter, Forschung bleibt nie stehen.
Schon lange hatten Spitzenforscher:innen wie Einstein und Heisenberg versucht, eine umfassende allgemeine Theorie zu finden, die sowohl den Mikrokosmos (z.B. Welt der Elementarteilchen) als auch den gesamten Makrokosmos (z.B.Weltraum samt „Inhalt“) als ein System beschreibt/begreift und vereinheitlicht, die sog. Weltformel. Aber vergeblich, die Phsiker:innen scheiterten zunächst.
Erst in den 1970er Jahren gelangen erste Erfolge, eine allumfassende Theorie von Mikro-und Makrokosmos zu konzipieren. Diese Theorie erhielt den Namen Stringtheorie.
Diese neue Sichtweise geht davon aus, dass die ganze Materie aus kleinstmöglichen „Fäden“ mit sehr hohen Energie (oder „Saiten“, engl. strings) besteht. Diese bilden beispielsweise das „Rückgrat“ von. Elektronen, Protonen usw. Andererseits gelingt es zunehmend, Gravitation (im Sinne von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie) in die String-Modelle zu integrieren.
Die Grundidee ist, dass alle Materie, das ist alles, was existiert, aus Saiten besteht. Saiten heißen auf Englisch strings. Daher kommt der Name. Diese Strings (Saiten) sind Energie, die sich im Innern von jedem Partikel wie beispielsweise Elektronen befinden. Jeder String ist anders geformt und durch Schwingungen werden die Partikel gebildet. Gleich wie bei einem Saiteninstrument jede Saite einen anderen Ton hervorbringt, bringt jeder String ein anderes Partikel hervor. Demnach ist jedes Partikel ein anders geformter String, der schwingt. Die Stringtheorie funktioniert jedoch nur in einem vieldimensionalen Raum. Durch die Stringtheorie soll versucht werden, alle Materien und Kräfte durch eine mathematische Formel zu erklären.
Viele werden jetzt möglicherweise denken: „Ja, gut, in der handfesten Naturwissenschaft mag das gelten, Planeten, Galaxien und schwarze Löcher sind ja etwas herzlos und nicht gerade lebendig (Esoteriker sehen das natürlich anders). Aber die unergründliche Seele, menschliche Individuen und einzigartige Persönlichkeiten, da wird sich kaum ein Standardmodell finden lassen“. Klar: In der Chemie oder der Quantenphysik gibt es Formeln ohne Ende, Quarks und Quanten haben keine Gefühle und sind auch nicht zickig oder anstrengend.